Thomaskapelle auf dem Friedhof Elmschenhagen, Kiel-Elmschenhagen

Schleswig-Holstein · Kiel

Friedhof Elmschenhagen in Kiel: Geschichte, Thomaskapelle und Grabarten

Der Friedhof Elmschenhagen gehört zum Ev.-Luth. Kirchenkreis Altholstein. An der Elmschenhagener Allee 4 in Kiel verbinden sich die Geschichte des Kirchhofs, die Thomaskapelle und verschiedene heutige Grabarten. Hier sind auch Wahlgräber möglich, anders als auf dem Parkfriedhof Eichhof. Wenn Sie eine Beisetzung planen, sind die kirchliche Friedhofsverwaltung und die Gebühren des Kirchenkreises zuständig, nicht die Landeshauptstadt Kiel.

Thomaskapelle auf dem Friedhof Elmschenhagen. Foto: Siegbert Brey, CC BY-SA 4.0, Wikimedia Commons.

Vom Kirchhof oberhalb des Wellsees zum heutigen Friedhof

Bereits 1327 stand oberhalb des Wellsees eine kleine Kirche mit Kirchhof.

1866 entstand die Maria-Magdalenen-Kirche, wenige Jahre später daneben der heutige Friedhof. Die ersten Beerdigungen sind für November 1872 gesichert.

Die heutige Anlage umfasst 13,9 Hektar. Der ältere Kirchhof und die Entstehung des heutigen Friedhofs sind unterschiedliche historische Stationen. Das Jahr 1327 bezeichnet die kleine Kirche mit Kirchhof oberhalb des Wellsees; die für November 1872 gesicherten Beerdigungen beziehen sich auf den späteren Friedhof neben der Maria-Magdalenen-Kirche. Diese Unterscheidung verhindert, dass beide Angaben zu einem einzigen Gründungsdatum zusammengezogen werden.

In den ersten Jahrzehnten wurden hier auch Verstorbene aus Gaarden, Ellerbek, Wellingdorf, Neumühlen-Dietrichsdorf, Rönne und Meimersdorf beigesetzt.

Das frühere Einzugsgebiet zeigt, dass die Geschichte des Friedhofs über den heutigen Stadtteilnamen hinausreicht. Die genannten Orte erklären, warum Familiengeschichte und historische Grabstätten auch Bezüge zu anderen Teilen Kiels haben können. Daraus wird hier keine heutige Zuständigkeitsregel abgeleitet. Für eine aktuelle Beisetzung und Fragen zur Grabvergabe ist die heutige Friedhofsverwaltung des Kirchenkreises zuständig.

Was erinnert an Krieg und frühere Beerdigungen?

Unter dem Friedhof liegen Stollen, die im Zweiten Weltkrieg bis zu 2.500 Menschen als Luftschutzbunker dienten. Kapelle und Nebenräume wurden im Krieg zerstört.

Erhaltene historische Grabsteine der Familien Dreis, Schliebs, Michelsen und Röer sowie eine Stele zur ersten Bestattung 1872.

Die unterirdischen Stollen und die historischen Grabsteine sind unterschiedliche Zeugnisse der Ortsgeschichte. Die Stollen stehen im Zusammenhang mit dem Luftschutz im Zweiten Weltkrieg; die erhaltenen Steine und die Stele erinnern an frühere Beerdigungen und Familien. Es wird hier keine Möglichkeit einer Besichtigung der Stollen zugesagt. Für einen Rundgang auf dem Friedhof können Sie sich an den genannten Erinnerungszeichen orientieren und deren genaue Lage bei der Verwaltung erfragen.

Die Stele zur ersten Bestattung 1872 verweist auf die Entstehung des heutigen Friedhofs. Daneben sind historische Grabsteine der Familien Dreis, Schliebs, Michelsen und Röer erhalten. Diese Namen werden als Teil der Friedhofsgeschichte genannt, ohne zusätzliche Lebensdaten oder Familiengeschichten zu ergänzen. Auch ein historischer Besuch sollte die heutige Nutzung des Geländes als Ort von Trauer und persönlichem Gedenken berücksichtigen.

Die Thomaskapelle nach Krieg und Wiederaufbau

Thomaskapelle, im Juli 1950 von Propst Hans Asmussen eingeweiht, bis in die 1970er Jahre erweitert, rund 80 Plätze.

Die heutige Thomaskapelle ist von der im Krieg zerstörten Kapelle und den damaligen Nebenräumen zu unterscheiden. Ihre Einweihung im Juli 1950 und die späteren Erweiterungen gehören zur Geschichte des Wiederaufbaus. Rund 80 Plätze geben eine Orientierung für den vorgesehenen Kreis einer Trauerfeier. Eine Raumreservierung oder ein Termin ist damit nicht verbunden; beides ist für den konkreten Abschied zu klären.

Wenn Sie eine evangelische Trauerfeier für ein Kirchenmitglied wünschen, beachten Sie den Befreiungshinweis in der Gebührensatzung. Fragen Sie die Verwaltung, welche Voraussetzungen für Ihre Feier vorliegen und wie die Nutzung der Kapelle abgestimmt wird. Auch bei einer anderen Form des Abschieds sollten Raum, Beisetzungsart und Ablauf gemeinsam besprochen werden. Die Entscheidung über die Grabform ist dabei von der Entscheidung über die Trauerfeier zu unterscheiden.

Grabarten, Wahlgräber und der Himmelsgarten

Der Kirchenkreis nennt in Elmschenhagen folgende Angebote: Gemeinschaftsgrab; Reihengrab; Baumgrab; Themengarten Himmelsgarten (Urne oder Sarg, 25 Jahre, verlängerbar); Wahlgrab; Bestattung ohne Namen; Reerdigung. Diese Liste hilft, die Möglichkeiten zunächst nach Sarg- und Urnenbeisetzung zu ordnen. Welche Grabstätte für eine konkrete Beisetzung verfügbar ist und welche Nutzungsbedingungen dazu gehören, sollte die Verwaltung bestätigen. Eine Gebührentabelle ist keine Zusage für eine bestimmte Lage auf dem Friedhof.

Wahlgräber gehören ausdrücklich zum Angebot in Elmschenhagen. Darin unterscheidet sich der Friedhof vom Parkfriedhof Eichhof, wo der Kirchenkreis keine herkömmlichen Wahlgräber anbietet. Wenn Sie die Friedhöfe vergleichen, ist deshalb die Grabart vor dem Betrag zu klären. Derselbe Träger und dieselbe allgemeine Satzung bedeuten nicht, dass jede Grabform an jedem Standort identisch angeboten wird.

Der Themengarten Himmelsgarten ist für Urne oder Sarg beschrieben. Seine Nutzungszeit beträgt 25 Jahre und ist verlängerbar. Er ist damit ein konkret benanntes Angebot des Friedhofs Elmschenhagen. In der allgemeinen kirchlichen Gebührentabelle ist kein eigener Betrag unter dem Namen Himmelsgarten aufgeführt. Für die Zuordnung der Gebühren sollten Sie deshalb die Verwaltung fragen, statt einen ähnlich klingenden Betrag von einem anderen Träger zu übernehmen.

Auch Gemeinschaftsgrab, Reihengrab, Baumgrab, Bestattung ohne Namen und Reerdigung werden genannt. Besprechen Sie zunächst, welche Form dem gewünschten Abschied entspricht und ob bereits ein Grabnutzungsrecht vorhanden ist. Anschließend lassen sich die Friedhofsgebühren und die Leistungen des Bestattungsunternehmens getrennt betrachten. Bei einer besonderen Grabform ist eine genaue Bezeichnung im Gespräch hilfreicher als nur die allgemeine Angabe Erdbestattung oder Feuerbestattung.

Die Satzung unterscheidet Sargreihengräber, Urnenreihengräber, Urnengemeinschaftsgräber in Rasen, Sargwahlgräber, Urnenwahlgräber und Baumgräber als Urnenwahlgräber. Bei Wahlgräbern ist die Bezugsgröße der Position zu beachten: Die Sarggebühr gilt je Grabbreite, die Urnenwahlgrabgebühr je Breite. Diese Angaben dürfen bei einem Vergleich nicht entfallen, weil sonst aus einer einzelnen Position ein unzutreffender Preis für eine beliebig große Grabstätte werden könnte.

Dazu kommen die Beisetzungsgebühren. Für Erdbestattungen unterscheidet die kirchliche Satzung Reihen- und Wahlgrab; für Urnenbeisetzungen unterscheidet sie mit und ohne Begleitung. Eine Kapellennutzung ist gesondert aufgeführt und enthält die Befreiung bei evangelischer Trauerfeier für Kirchenmitglieder. Ein Kostenvoranschlag des Bestattungsunternehmens sollte diese Friedhofspositionen von seinen eigenen Leistungen trennen. Die unten genannten Beträge sind kein Gesamtpreis einer Bestattung.

Gebühren nach der kirchlichen Satzung

Stand der Gebühren: Friedhofsgebührensatzung des Kirchenkreises Altholstein vom 24.11.2016 in der Fassung der Zweiten Änderung vom 23.03.2022. Zuletzt geprüft am 03.11.2026.

GrabnutzungJahreGebühr
Reihengrab Sarg251.674 €
Reihengrab Urne201.056 €
Urnengemeinschaftsgrab in Rasen20757 €
Wahlgrab Sarg (Gruppe I, je Grabbreite)251.941 €
Urnenwahlgrab (je Breite)251.592 €
Baumgrab als Urnenwahlgrab254.700 €
  • Erdbestattung Reihengrab: 474 €
  • Erdbestattung Wahlgrab: 590 €
  • Urnenbeisetzung ohne Begleitung: 162 €
  • Urnenbeisetzung mit Begleitung: 254 €
  • Kapelle (entfällt bei evangelischer Trauerfeier für Kirchenmitglieder): 185 €

Hinzu kommen die Leistungen des Bestattungsunternehmens, die Einäscherung und bei Feuerbestattung die zweite Leichenschau. Diese stehen nicht in den Gebührensatzungen. Die Beträge hier sind nur Friedhofsgebühren. Weitere Erläuterungen und einen Rechner finden Sie unter Bestattungskosten in Kiel.

Zur Bestattungsart lesen Sie unsere Hinweise zur Erdbestattung, Feuerbestattung und Baumbestattung. Klären Sie die konkrete Grabart mit der zuständigen Friedhofsverwaltung.

Anfahrt zur Elmschenhagener Allee

Friedhof Elmschenhagen, Elmschenhagener Allee 4, 24146 Kiel

Die Adresse des Friedhofs lautet Elmschenhagener Allee 4, 24146 Kiel. Für einen Besuch einer konkreten Grabstätte sollten Sie deren Lage oder Grabbezeichnung kennen. Bei einer Trauerfeier verabreden Sie den Treffpunkt ausdrücklich mit dem Bestattungsunternehmen oder Ihren Angehörigen. Der Name des Friedhofs allein beantwortet noch nicht, ob die Begegnung an der Kapelle oder an einem anderen Ort auf dem Gelände vorgesehen ist.

Für den öffentlichen Verkehr ist die Haltestelle Friedhof Elmschenhagen angegeben. Die KVG-Linien 32 und 34 verbinden den Hauptbahnhof und den Stadtteil Elmschenhagen. Eine konkrete Linie zur genannten Haltestelle ist hier jedoch nicht angegeben. Prüfen Sie daher die aktuelle Fahrplanauskunft und wählen Sie dort die Haltestelle für den gewünschten Besuchstag. Aus der Verbindung zum Stadtteil wird keine direkte Verbindung bis zum Friedhof abgeleitet.

Für verbindliche Angaben zur Zugänglichkeit, zur Lage einer Grabstätte und zu Besuchsfragen wenden Sie sich an die Friedhofsverwaltung. Es werden hier keine festen Öffnungszeiten des Geländes ergänzt. Auch ein Termin für eine Trauerfeier oder eine Besprechung muss individuell abgestimmt werden. Die Sprechzeiten der zentralen Verwaltung an der Eichhofstraße sind unten aufgeführt und von einem Besuch des Friedhofs in Elmschenhagen zu unterscheiden.

Adresse auf Google Maps öffnen

Wer ist für die Friedhofsverwaltung zuständig?

Friedhofsverwaltung des Ev.-Luth. Kirchenkreises Altholstein, Eichhofstraße 56, 24116 Kiel. Telefon: 0431 2402-500.

Montag und Donnerstag 8 bis 14 Uhr, Dienstag, Mittwoch und Freitag 8 bis 12 Uhr, sonst nach Vereinbarung. Sie ist die zentrale Anlaufstelle für alle sieben kirchlichen Friedhöfe in Kiel. Fragen zu Grabarten, Nutzungsrechten und Gebühren sollten Sie dort für den konkreten Friedhof klären.

Kontakt zur kirchlichen Friedhofsverwaltung

Weitere Standorte und die Zuordnung beider Träger finden Sie unter Friedhöfe in Kiel. Die Detailseiten zum Parkfriedhof Eichhof, zum Nordfriedhof und zum Friedhof Elmschenhagen erläutern die jeweiligen Besonderheiten.

Häufige Fragen zum Friedhof Elmschenhagen

Wo liegt der Friedhof Elmschenhagen in Kiel?

Elmschenhagener Allee 4, 24146 Kiel. Die Haltestelle heißt Friedhof Elmschenhagen. Prüfen Sie die Verbindung in der aktuellen Fahrplanauskunft; eine konkrete Buslinie bis zu dieser Haltestelle wird hier nicht zugesagt.

Sind Wahlgräber in Elmschenhagen möglich?

Ja, Wahlgräber gehören ausdrücklich zum Angebot. Damit unterscheidet sich Elmschenhagen vom Parkfriedhof Eichhof, wo der Kirchenkreis keine herkömmlichen Wahlgräber anbietet. Die konkrete Grabstätte und das Nutzungsrecht sind mit der Friedhofsverwaltung zu klären.

Was ist der Himmelsgarten in Elmschenhagen?

Der Himmelsgarten ist ein Themengarten für Urne oder Sarg. Angegeben werden 25 Jahre Nutzungszeit mit Verlängerungsmöglichkeit. Einen eigenen Gebührenbetrag unter diesem Namen enthält die hier verwendete allgemeine kirchliche Tabelle nicht; fragen Sie nach der konkreten Gebührenzuordnung.

Was kostet ein Grab auf dem Friedhof Elmschenhagen?

Die kirchliche Satzung nennt beispielsweise das Sargreihengrab mit 1.674 € für 25 Jahre, das Sargwahlgrab mit 1.941 € je Grabbreite für 25 Jahre und das Urnenwahlgrab mit 1.592 € je Breite für 25 Jahre. Beisetzungsgebühren, gegebenenfalls Kapelle und Unternehmensleistungen sind getrennt zu berücksichtigen.

Beisetzung auf dem Friedhof Elmschenhagen anfragen

Sie möchten eine Beisetzung auf dem Friedhof Elmschenhagen in Kiel planen? Über uns können Sie kostenfrei ein Bestattungsunternehmen anfragen. Nennen Sie die gewünschte Grabart, einen Bezug zu einer bestehenden Grabstätte und Ihre Vorstellungen zur Trauerfeier. Ein Kostenvoranschlag hilft, Friedhofsgebühren und Unternehmensleistungen auseinanderzuhalten; die Verwaltung klärt die konkrete Grabnutzung.

Unser Angebot ist eine Vermittlung und kein Bestattungsunternehmen. Sie können Ihre Wünsche über die Kontaktseite mitteilen oder das folgende Formular nutzen. Die Anfrage ist kein Ersatz für eine verbindliche Gebührenauskunft des Friedhofsträgers.

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Hinweis: Bestatter in Kiel ist ein Vermittlungsangebot und selbst kein Bestattungsunternehmen. Die Vermittlung ist für Angehörige kostenfrei.

Über diesen Ratgeber

Redaktion: Premium Lead GmbH. Verantwortlich für den Inhalt: Peter Probst (Geschäftsführer).

Dieses Angebot vermittelt kostenfrei Bestattungsunternehmen und ist selbst kein Bestattungsunternehmen. Die Hinweise ersetzen keine individuelle Beratung.

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